Aktiengesellschaft

Die (kleine) Aktiengesellschaft

Die Aktiengesellschaft (AG) als Rechtsform war Ende des letzten Jahrhunderts fast vom Aussterben bedroht. Grundlegende Reformen des Aktiengesellschaftsrechts ab Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts haben der AG zunächst eine Renaissance beschert. Bis zum Beginn der Aktienrechtsreform gab es in Deutschland etwa 800.000 GmbHs gegenüber nur noch etwa 4.500 AGs. Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts stieg die Zahl der AGs in Deutschland zunächst auf etwa 20.000 an. Aktuell stagniert die Zahl der AGs in Deutschland.

Nach meiner mittlerweile langjährigen Erfahrung mit etlichen Umwandlungen, Neugründungen, Aktienplatzierungen und verschiedenen Aufsichtsratstätigkeiten übersteigen die Vorteile der AG häufig die Möglichkeiten der GmbH. Auch für kleinere Betriebe, weit unterhalb eines Börsengangs können sich etliche Vorteile bei Rechtsformwahl der AG ergeben. Dadurch, dass die meisten Berater, Anwälte, Steuerberater und Notare entweder über keine oder nur geringe praktische Erfahrung mit der Rechtsform der Aktiengesellschaft verfügen, verwundert es nicht, wenn die AG häufig bei den meisten Beratern mangels eigener Erfahrung oder Phantasie auf Ablehnung oder Vorbehalte stößt und stattdessen überwiegend die GmbH oder die GmbH & Co KG  bevorzugt wird. Nach meiner Erfahrung lohnt es sich jedoch, wesentlich stärker, als dies bislang regelmäßig geschieht, im Zuge der Rechtsformwahl auch bei kleinen Unternehmen ernsthaft über die Auswahl der AG nachzudenken.

Schlaglichtartig seien etwa folgende Aspekte für die AG genannt:

- Stärkung der Eigenkapitalbasis

- Bessere Überlebensfähigkeit in der Krise

- Erleichterte Kapitalbeschaffung für Expansionspläne

- Erleichterung der Erbfolge und des Generationenwechsels

- Frühzeitige und solide Alterssicherung

- Risikominimierung im Fall von Familien- oder Erbproblemen

- Klare Trennung von Management einerseits und Kapital andererseits

- Erleichterte Gewinnung von Investoren (auch im Ausland)

- Schluss mit der Fehlallokation des Kapitals auf dem grauen Kapitalmarkt oder in der Fremdfinanzierung

- Schluss mit Rechtsform- und Steuerbasteleien

- Schluss mit der Subventionsmentalität

- Aufsaugen des Anlage suchenden Kapitals:

  • Institutionelle Anleger
  • Klein- und Großanleger
  • national, international und
  • in der Euro-Zone

- Stärkung des Standorts Deutschland im internationalen Vergleich

- Mitarbeiterbeteiligung am Kapital

- Image- und Marketingvorteile auch für den Produktabsatz

- Flexibilisierung der Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Unternehmen

- Vorrang des Unternehmensinteresses vor einzelnen Gesellschafterinteressen

- Rekrutierung eines qualifizierten Managements

- "Einkauf“ preisgünstigen Sachverstands im Aufsichtsrat

- Herstellung der Kapitalfungibilität

- Erleichterung der Anteilsübertragungen
  (keine notarielle Beurkundungen erforderlich)

- Höhere Rechtssicherheit wegen hoher Regelungsdichte des Gesetzes

- Einfache und knappe Satzung möglich (häufig genügt eine Seite)

             

Gerne stehe ich Ihnen, Ihren Mitgesellschaftern, Kapitalgebern oder auch Ihren Beratern für weitere Informationen, Gespräche oder auch Schulungen zu diesem Thema zur Verfügung.

Sprechen Sie mich gern an:     +49 (531) 310 7 310